2022

Treffpunkt Aargau

Auf der Suche nach unseren gemeinschaftsbildenden Räumen

Im ersten Jahreszyklus begeben wir uns auf Spurensuche nach gemeinschaftsbildenden Aussen- und Innenräumen. Sie haben in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen: Der öffentliche Raum wird intensiver genutzt als je und gleichzeitig erleben wir eine zunehmende Privatisierung und Kommerzialisierung der öffentlichen Räume und eine Öffentlichmachung des Privaten! Ein kultureller Wandel ist im Gange. Mit der Pandemie wird diese Entwicklung nochmals überlagert, auch intensiviert. Neben dem «Rückzug ins Private» wird unser öffentlicher Raum gleichzeitig genutzt und teilweise übernutzt von privaten Kleinveranstaltungen, die nach Aussen verlegt werden. Der öffentliche Raum lebt so je länger desto mehr.

In Zeiten der Innenentwicklung und den angestrebten dichteren und urbaneren Wohnformen gewinnen öffentliche Aufenthaltsorte und Treffpunkte stetig an Bedeutung. Diese Räume sind Plattformen des öffentlichen Lebens mit gesellschaftlicher Bedeutung. Doch was heisst dies konkret für den Aargau? Erhält der öffentliche Raum neben der regen Bautätigkeit der privaten Akteure ausreichend Aufmerksamkeit? Gibt es typisch Aargauerisches? Wird er privaten Interessen untergeordnet? Ist nur ein stark belebter öffentlicher Ort ein guter Ort? Wo besteht Handlungsbedarf? Und finden sich solche gemeinschaftsbildenden Orte überhaupt zwingend im öffentlichen Raum?

Begleitet von Referaten und Diskussionsbeiträgen von Fachpersonen geht das Raumforum diesen Fragen und Phänomenen in seinem ersten Jahr nach. Die Suche führt uns in verschiedene Regionen des Kantons. Wir treffen uns im beschaulichen Kurort nahe der Landesgrenze, in der Grosssiedlung aus den Siebzigerjahren und im grössten Einkaufszentrum der Schweiz.

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